Start Leitartikel Die Rente ist sicher – sagt wer genau?

Die Rente ist sicher – sagt wer genau?

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„Die Rente ist sicher.“ Dieser Satz von Norbert Blüm aus dem Jahr 1986 ist heute das vielleicht bekannteste politische Versprechen Deutschlands – und das meistzitierte Beispiel für politischen Wunschdenken. Denn die Realität sieht anders aus.

Deutschland hat ein demographisches Problem. 1960 kamen auf einen Rentner sechs Beitragszahler. Heute sind es noch drei. In zehn Jahren werden es weniger als zwei sein. Das Umlageverfahren, auf dem das deutsche Rentensystem basiert, funktioniert nur, wenn genug Junge einzahlen, um die Alten zu finanzieren. Diese Gleichung geht immer schwerer auf.

„Jeder Euro, den ich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahle, ist eine schlechte Investition – das ist kein Verdacht, das ist Mathematik.“

Was wäre sinnvoll? Länder wie Schweden und die Niederlande haben längst auf kapitalgedeckte Systeme umgestellt – jeder Bürger hat ein persönliches Rentenkonto, das am Kapitalmarkt wächst. Deutschland debattiert das seit Jahrzehnten, ohne zu handeln. Die politischen Kosten sind zu hoch, die Wahlzyklen zu kurz. Wer heute 25 ist, sollte eine klare Konsequenz ziehen: Verlass dich nicht auf den Staat. Bau deine eigene Vorsorge auf.ETFs, Immobilien, Beteiligungen – die Werkzeuge sind da. Man muss sie nur nutzen.