Start Leitartikel Der Staat nimmt zu viel – und niemand redet darüber

Der Staat nimmt zu viel – und niemand redet darüber

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Wer in Deutschland arbeitet und Geld verdient, gibt mehr als die Hälfte davon ab. Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Sozialabgaben – wer als Angestellter 5.000 Euro brutto verdient, behält netto rund 3.100 Euro. Das sind 38 % weniger, bevor man überhaupt einen Cent ausgegeben hat. Und dann kommt die Mehrwertsteuer auf alles, was man kauft.

Diese Zahlen sind keine politische Meinung – sie sind Mathematik. Und trotzdem wird die Frage, ob der Staat mit dem Geld der Bürger effizient umgeht, in Deutschland selten offen diskutiert. Wer fragt, gilt schnell als unsozial. Dabei ist die Frage nach der Effizienz staatlichen Handelns keine Frage der Gesinnung, sondern der Verantwortung.

„Ein Staat, der seinen Bürgern mehr als die Hälfte ihres Einkommens abnimmt, sollte sich nicht wundern, wenn diese aufhören, Leistung als lohnend zu empfinden.“

Was wäre die Alternative? Liberale Ökonomen fordern seit Jahren eine radikale Vereinfachung des Steuersystems: weniger Ausnahmen, niedrigere Sätze, mehr Transparenz darüber, was mit dem Geld passiert. Das Ziel ist nicht ein schwacher Staat – sondern ein effizienter. Ein Staat, der Straßen baut statt Formulare. Der Schulen saniert statt Subventionen vergibt, die niemand braucht.

Konservativ und liberal zugleichbedeutet hier: Ja zu einem starken Sozialsystem für die, die es wirklich brauchen. Nein zur Gießkanne, die Steuergelder ineffizient verteilt. Und ein klares Bekenntnis: Leistung muss sich lohnen. Wer das nicht sicherstellt, verliert die Macher von morgen – an andere Länder.