Gen Z am Kapitalmarkt: Wie eine Generation das Investieren neu definiert

Gen Z am Kapitalmarkt: Wie eine Generation das Investieren neu definiert

Sie sind die erste Generation, die mit Smartphones aufgewachsen ist – und sie revolutionieren gerade still und leise den Finanzmarkt. Gen Z investiert anders. Nicht über klassische Bankberater oder Bausparverträge, sondern über Apps, Podcasts, Reddit-Threads und TikTok-Videos.

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Aktieninstituts besitzen bereits 32 % der 18- bis 27-Jährigen in Deutschland Aktien oder ETFs – ein Anstieg von 18 Prozentpunkten gegenüber 2019. Plattformen wie Trade Republic, Scalable Capital und eToro haben die Einstiegshürde radikal gesenkt: Ein Sparplan ab einem Euro pro Monat, keine Depotgebühren, alles mobil.

„Wir wollen nicht reich werden – wir wollen frei sein. Das ist ein fundamentaler Unterschied.“

Doch es geht nicht nur um Rendite. ESG-Investing – also Anlagen nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien – ist für viele junge Anleger kein Nice-to-have, sondern Grundvoraussetzung. Gleichzeitig ist die Risikobereitschaft gespalten: Während ein Teil stark auf sichere Welt-ETFs setzt, spekuliert ein anderer Teil mit Krypto, Meme-Stocks und NFTs.

Was Finanzexperten überrascht: Trotz sozialer Medien als Informationsquelle zeigt Gen Z eine erstaunliche finanzielle Bildungswilligkeit. YouTube-Kanäle wie „Finanztip“ oder „Finanzfluss“ erreichen Millionen. Die Botschaft: Wer heute mit 22 anfängt, zu investieren, hat mit 45 mehr Optionen als jeder Bausparplan je bieten könnte.