Start Leitartikel Junge Stimmen, echte Macht: Warum Politik GenZ jetzt braucht

Junge Stimmen, echte Macht: Warum Politik GenZ jetzt braucht

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Das Durchschnittsalter eines deutschen Bundestagsabgeordneten liegt bei 47 Jahren. Das Durchschnittsalter der Deutschen insgesamt bei 44 Jahren. Auf den ersten Blick kein dramatischer Unterschied – doch wer die Verteilung genauer betrachtet, erkennt: Die unter 35-Jährigen sind im politischen Entscheidungsraum systematisch unterrepräsentiert.

Das hat Konsequenzen. Themen wie Digitalisierung der Verwaltung, klimafreundliche Stadtplanung, Start-up-freundliche Regulierung und die Zukunft der Sozialsysteme werden von Menschen debattiert, die diese Zukunft tendenziell weniger lang leben werden als die, die von diesen Entscheidungen am stärksten betroffen sind.

„Politik ist zu wichtig, um sie den Politikern zu überlassen – besonders wenn man jung ist.“

Doch etwas verändert sich. Eine neue Generation von politisch engagierten Unter-30-Jährigen betritt die Bühne – nicht nur als Aktivisten, sondern als Kandidaten, Berater, Bürgermeister. Sie nutzen Social Media nicht als Marketingtool, sondern als politische Infrastruktur. Sie bauen Netzwerke, die Parteistrukturen umgehen.

Die Botschaft an junge Leser: Politisches Engagement bedeutet nicht zwingend, in einer Partei Karriere zu machen. Es bedeutet, relevante Themen zu besetzen, Expertise aufzubauen und dort mitzureden, wo Entscheidungen fallen – ob in Kommunen, Verbänden, Think Tanks oder als Unternehmer, der Regulierung aktiv mitgestaltet.