Start Leitartikel Wohnen als Luxus: Warum eine ganze Generation nicht mehr kaufen kann

Wohnen als Luxus: Warum eine ganze Generation nicht mehr kaufen kann

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Vor dreißig Jahren kaufte man mit einem durchschnittlichen Gehalt nach einigen Jahren Sparen eine Eigentumswohnung. Heute braucht man dafür in München, Hamburg oder Frankfurt ein Eigenkapital von 150.000 Euro aufwärts – plus ein stabiles Doppeleinkommen. Wohneigentum ist für eine ganze Generation zur Utopie geworden.

Die Ursachen sind bekannt: zu wenig gebaut, zu viel reguliert, zu langsam genehmigt. Deutschland braucht laut Bundesregierung 400.000 neue Wohnungen pro Jahr – gebaut werden rund 250.000. Die Lücke wächst. Die Preise steigen. Und die Politik dreht an Stellschrauben, die das Problem eher verschärfen als lösen: Mietpreisbremsen reduzieren den Anreiz zu bauen. Verschärfte Energiestandards erhöhen die Baukosten. Das Ergebnis: weniger Wohnungen, höhere Preise.

„Wenn du das Angebot begrenzt und die Nachfrage nicht, steigen die Preise. Das ist kein politisches Statement – das ist Wirtschaft.“

Was wirklich helfen würde: Baugenehmigungen radikal beschleunigen. Bauregelungen modernisieren. Mehr Flächen für Wohnbau ausweisen. Und steuerliche Anreize für private Investoren schaffen, die günstigen Wohnraum bauen. Das ist keine linke oder rechte Position – es ist eine pragmatische.Wohnen ist kein Luxus. Es ist eine Grundlage für ein stabiles Leben. Eine Gesellschaft, die das vergisst, verliert den Zusammenhalt.