Start Leitartikel Warum alles teurer wird – und wer wirklich schuld ist

Warum alles teurer wird – und wer wirklich schuld ist

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Der Supermarktbon, die Nebenkostenabrechnung, die Restaurantrechnung – alle sind gestiegen. Und die Erklärungen klingen je nach politischer Gesinnung anders: Die einen sagen: Gier der Konzerne. Die anderen: die Notenbanken. Die Wahrheit ist komplizierter – und interessanter.

Inflation ist immer ein Geldphänomen, sagt der Ökonom Milton Friedman. Wenn mehr Geld im Umlauf ist, ohne dass mehr Güter produziert werden, steigen die Preise. Die EZB hat zwischen 2020 und 2022 die Geldmenge in der Eurozone um über 20 % erhöht – als Antwort auf Corona. Das Geld ist in die Wirtschaft geflossen. Die Güterproduktion konnte nicht mithalten. Ergebnis: Inflation.

„Inflation ist die heimlichste aller Steuern – sie trifft die Ärmsten am härtesten und wird von der Politik am wenigsten erklärt.“

Dazu kommen strukturelle Faktoren: Lieferkettenprobleme durch De-Globalisierung, höhere Energiekosten durch den Ukrainekrieg, und ein Arbeitskräftemangel, der Löhne treibt – was gut für Arbeitnehmer, aber preistreibend für Konsumenten ist. Was bedeutet das für dich?Bargeld auf dem Konto zu halten bedeutet jedes Jahr realen Kaufkraftverlust. Wer das versteht, investiert. Wer es ignoriert, verliert still und leise.